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Weltlesebühne

Berlin | 17. November 2010 | 19 Uhr
Die Weltlesebühne zu Gast im Finnlandinstitut:
Ein Land – zwei Sprachen.
Literatur aus Finnland auf dem Weg nach Deutschland

Fährtensucher, Wegbereiter, Skipper: Bei der Vermittlung „kleiner" Literaturen spielen Übersetzer eine besonders wichtige Rolle. Elina Kritzokat und Paul Berf, zwei erfahrene Übersetzer finnischer und finnlandschwedischer Literatur, stellen neue Bücher vor und berichten aus ihrer Werkstatt.

Ort: Finnland-Institut
Georgenstr. 24 (1. OG)
10117 Berlin
Eintritt frei

In Hanna Marjut Marttilas Jugendbuch „Filmreif" erzählt ein 15jähriger Junge aus dem chaotischen Familienalltag mit Alkoholiker-Eltern. Wie übersetzt man seine eigenwillige Umgangssprache, was tun mit den Einsprengseln von Sozialarbeiter-Jargon?
Kjell Westös Roman „Wo wir einst gingen" handelt von einer Handvoll Freunden im finnlandschwedischen Milieu Helsinkis der 1920er und 1930er Jahre - was muss der Übersetzer bedenken, damit sich der Leser in dieser spezifischen Romanszenerie zurechtfindet? Und überhaupt: Wie kommen Ton und Atmosphäre in die Texte, wie gestaltet man flüssige Dialoge, wie geht man mit kulturellen Besonderheiten und Unterschieden um?

Das Gespräch wird moderiert von Regine Elsässer, ebenfalls Übersetzerin sowie Kennerin des zweisprachigen Finnlands.
Eine Veranstaltung von Weltlesebühne e.V. und FinD, mit freundlicher Unterstützung von FILI und der Robert-Bosch-Stiftung.


   

Berlin | 12. März 2010 | 20 Uhr
"... er spricht wie einer, der nirgends herkommt"
Übersetzer in der schönen Literatur

Mit Terézia Mora, Kristof Magnusson und Gernot Wolfram
Moderation Frauke Meyer-Gosau

Literaturwerkstatt, Kulturbrauerei Haus 8.0,
Knaackstr. 97, 10435 Berlin
Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro

Der größte Teil der Literatur wird von Übersetzern geschrieben - im Namen von Autoren, die ihnen alles vorschreiben und doch ihrer virtuosen Wortklauberei auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Das erklärt vielleicht, warum Übersetzer gar nicht so selten auch in der Literatur auftauchen. In drei deutschsprachigen Romanen aus jüngerer und jüngster Zeit spielen Übersetzer prominente Rollen: Terézia Moras "Alle Tage" (Luchterhand 2004), Gernot Wolframs "Samuels Reise" (DVA 2005) und Kristof Magnussons "Das war ich nicht" (Kunstmann 2010).

Ein literarischer Abend mit Autoren, die über Übersetzer schreiben und zuweilen selber Übersetzer sind, mit Geschichten von pfennigfuchsenden Furien, prekären Existenzen, heimlichen Grenz- und unheimlichen Doppelgängern.

Terézia Mora, geboren in Sopron, Schriftstellerin, Drehbuchautorin  und Übersetzerin aus dem Ungarischen u.a. von Péter Esterházys "Harmonia caelestis". Werke (u.a.): "Seltsame Materie", (1999); "Alle Tage" (2004); "Der einzige Mann auf dem Kontinent" (2009).

Kristof Magnusson, geboren in Hamburg, ausgebildeter Kirchenmusiker und Autor, schreibt Theaterstücke (Männerhort, 2002) und Romane ("Zuhause", 2005, "Das war ich nicht", 2010) und übersetzt aus dem Isländischen, u.a. Einar Kárason.

Gernot Wolfram, geboren in Zittau, arbeitet als Autor und Publizist. Werke (u.a.): "Der Fremdländer" (2003), "Samuels Reise" (2005), "Radio Babylon" (2008), "Paul Celan - Der Dichter des Anderen" (2009).

Frauke Meyer-Gosau, geboren in Bremen, lehrte als Literaturwissenschaftlerin in Slowenien, Australien und den USA. Seit 2002 ist sie Redakteurin und Autorin der Zeitschrift "Literaturen".

Eine Veranstaltung der WELTLESEBÜHNE in Zusammenarbeit mit der Literaturwerkstatt Berlin. Mit freundlicher Unterstützung des Verbands der Literaturübersetzer VdÜ und gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

   
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