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Weltlesebhne

1997 entstand in Hamburg die Idee, einem interessierten Publikum die in der Öffentlichkeit oft zu wenig beachtete Tätigkeit des literarischen Übersetzens in einer Reihe von Podiumsveranstaltungen sichtbar zu machen. Im November stellten sechs Hamburger Kolleginnen und Kollegen im Literaturhaus erstmals ihre Neuerscheinungen vor und suchten das Gespräch mit dem Publikum - die Reihe ÜBERSETZER PACKEN AUS war geboren. In wechselnden Konstellationen wird seither in Hamburg ausgepackt, zunächst einmal, seit 2001 zweimal im Jahr, jeweils unter einem thematischen Rahmen (Neuübersetzungen von Klassikern, Übersetzung von Genreliteratur und Jugendbüchern, Probleme mit Sozio- oder Dialekten usw.) oder als Vorstellung von Neuerscheinungen. Das Literaturhaus unterstützte die Initiative, indem es einen Raum zur Verfügung stellte, die Hamburger Kulturbehörde gibt regelmäßig einen kleinen finanziellen Zuschuss. Seit dem Frühjahr 2007 hat sich der Rahmen der Veranstaltung etwas verändert: Obwohl sie ihren Ort im Literaturhaus nicht aufgeben wollen, schwärmen die Hamburger Übersetzer zunehmend auch in andere Stadtteile aus und stellen ihre Arbeit in engagierten Buchhandlungen vor, die ihr Ansinnen unterstützen. Diese ganz besonderen Buchvorstellungen und Lesungen ziehen ein wachsendes Publikum an.

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