In Buchhandlungen und weiteren Lokalitäten der Hansestadt fanden am Internationalen Übersetzertag und in seinem unmittelbaren zeitlichen Umfeld zahlreiche Lesungen mit Hamburger Übersetzern statt.
Nachfolgend ein Überblick in chronologischer Folge:
Hamburg | 29. September 2009 | 21 Uhr
Lesung
Bar 439, Vereinsstraße 38
Es lesen:
Harriet Fricke aus Peter Guralnick, „Sweet Soul Music" (Bosworth Musikverlag 2009)
Brigitte Jakobeit aus J. R. Moehringer, „Tender Bar" (S. Fischer 2007)
Nicolai von Schweder-Schreiner aus Ruy Castro, „Bossa Nova - The Sound of Ipanema" (Hannibal Verlag 2006)
Hamburg | 30. September 2009 | ab 18.30 Uhr
Wein, Lesung und Gespräch
in der Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Straße 79
Es lesen:
Annette Kopetzki aus Ottavio Cappellani, „Habe die Ehre! Eine Mafia-Komödie" (Rowohlt 2009)
Miriam Mandelkow aus Elisa Albert, „Das Buch Dahlia" (dtv premium 2009)
Eva Profousová aus Radka Denemarková, „Ein herrlicher Flecken Erde" (dva 2009)
Pressestimmen zu den Übersetzungen:
In Maike Albaths Rezension von Cappellanis Mafia-Satire heißt es über Annette Kopetzkis Übersetzung: „Dass der Roman auch auf Deutsch eine mitreißende Rasanz entfaltet, ist der Übersetzerin Annette Kopetzki zu verdanken. Ob es die saftige Ausdrucksweise der Mafiosi ist, gestelztes Intellektuellengewäsch, Provinzzeitungsjargon, Frauengespräche im "Vanity Fair"-Stil, Szene-Geläster unter Schwulen, historisierende Shakespeare-Sprache oder das grammatisch nicht aufzulösende Gerede der dummen Betty - sie findet für alles eine Entsprechung." (Lesen Sie die ganze Kritik unter http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/961683/ )
In Elisa Alberts „düster funkelndem Romanerstling" erkrankt die junge Protagonistin an einem bösartigen Gehirntumor: „›Das Buch Dahlia‹ mag unerträglich traurig klingen, und das ist es auch, aber gleichzeitig ist es hochkomisch, durchzogen von beißendem Sarkasmus und poetischen Pöbeleien. Häufig sind Humor und Traurigkeit geradezu unentwirrbar miteinander verwoben." Katharine Noel im „San Francisco Chronicle" vom 23. März 2008 (nachzulesen unter http://www.dtv.de/magazin/index.php/entdeckungen/das-buch-dahlia/1349/ ).
Unter http://www.randomhouse.de/webarticle/webarticle.jsp?aid=17610 finden Sie ein Video-Interview mit der tschechischen Autorin Radka Denemarková.
Hamburg | 30. September 2009 | 19.30 Uhr
Lesung
Buchandlung stories!, Straßenbahnring 17
Es lesen:
Brigitte Große aus Wilfried N'Sondé, „Das Herz der Leopardenkinder" (Kunstmann 2008)
Brigitte Jakobeit aus J.R. Moehringer, „Tender Bar" (Fischer 2008)
Andreas Löhrer aus Maurizio Maggiani, „Reisende in der Nacht" (Edition Nautilus 2007)
Pressestimmen zu den Übersetzungen:
Hans Christoph Buch schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 4. September 2008 über den Roman „Das Herz der Leopardenkinder" des 1968 in Brazzaville geborenen, in Paris aufgewachsenen und seit über 16 Jahren in Berlin lebenden Wilfried N'Sondé: „In einem Selbstgespräch von schonungsloser Radikalität und betörender Musikalität, dessen stakkatohafter Rhythmus an Rap-Songs erinnert, legt der Ich-Erzähler Rechenschaft ab über sein bisheriges Leben" und resümiert: „Aber nicht in seiner politischen Botschaft liegt die Stärke dieses von Brigitte Große kongenial übersetzten Romans, sondern in der Stilsicherheit des Autors, der komplexe Sachverhalte einfach darzustellen und, unbekümmert um literarische Konventionen, mitreißend zu erzählen versteht." (Die ganze Besprechung unter http://tinyurl.com/mtorp6 )
Voll des Lobs für die Lebenserinnerung „Tender Bar" in deutscher Übersetzung ist Sylvia Göthel im Literaturportal literature.de.
„Moehringers Geschichte ist beglückend und bewegend, sie nimmt einen gefangen und lässt so schnell nicht wieder los. (...) Seine offenherzige und charmante Sprache, von Brigitte Jakobeit großartig ins Deutsche übersetzt, lässt kein Pathos zu, dazu beschreibt er seine eigenen Fehltritte mit viel zu großer Ironie und Humor." (Der ganze Artikel vom 1. März 2007 unter http://www.literaturnetz.com/index.php?/Buch/Buch-des-Monats/Tender-Bar.html )
Maike Albath schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 9. August 2007: „Selten ist eine Kriegstragödie so eindrücklich und zugleich so unmanieriert und ohne jedes Pathos geschildert worden. Es macht insgesamt die Qualität von Maggianis Erzählen aus, dass die poetische Kraft seiner Sprache und der Bilderreichtum seiner Fabeln immer jederzeit durch Nüchternheit und eine so ausdrückliche wie verborgene Ironie grundiert werden, wofür Andreas Löhrer durchgängig eine angemessene deutsche Tonlage findet." (Die ganze Besprechung unter http://tinyurl.com/mjqapv )
Hamburg | 30. September 2009 | 19.30 Uhr
"Humboldts Vermächtnis & Naked Lunch - Ein Cut-Up-Abenteuer"
Galerie Farbwerke M6, Marktstr. 6
Eike Schönfeld & Michael Kellner lesen Saul Bellow & William S. Burroughs
Mehr zu den Akteuren und Büchern:
Ausführliche Porträts der beiden Übersetzer unter http://literaturuebersetzer.de/pages/feuilleton/schoenfeld.htm bzw.
http://literaturuebersetzer.de/pages/feuilleton/kellner.htm .
Sophie Diesselhorst hat Schönfelds übersetzerische Leistung, Bellow „in ein knackiges, witziges Deutsch mit schönen Sprachbildern" gebracht zu haben, im Magazin Cicero vom 31. März 2009 ausführlich gewürdigt (http://www.cicero.de/97.php?ress_id=9&item=3619 )
Und Stephan Cernohuby schreibt in der Netzzeitschrift Literaturkritik.de (Nr. 6, Juni 2009) über Burroughs „Naked Lunch" auf Deutsch: „Als beeindruckend ist die Übersetzung von Martin Kellner zu bezeichnen. Denn wer in der Lage ist, derart "harten Stoff" so zu übersetzen, dass er nicht nur lesbar ist, sondern auch die Grundstimmung von Illumination, Exzess und dunklen Fantasien zu transportieren vermag, verdient ein Extralob." (nachzulesen unter http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13080&ausgabe=200906 )
Hamburg | 30. September 2009 | 20 Uhr
„Was wird"
Buchladen Osterstraße, Osterstraße 171
Ingo Herzke liest aus den neuen Erzählungen von A. L. Kennedy, „Was wird" (Wagenbach 2009)
Hamburg | 1. Oktober 2009 | 20.00 Uhr
„Der Kuss-Mord"
Buchhandlung Männerschwarm, Lange Reihe 102
Isabel Bogdan liest aus dem neuen Hop-Çiki-Yaya-Thriller von
Mehmet Murat Somer, „Der Kuss-Mord" (Tropen, 2009)