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Weltlesebhne

Köln | 30. September 2015 | 13 – 18 Uhr
GLÄSERNER ÜBERSETZER-WETTSTREIT

13 – 14.30 Uhr
Dieselbe Passage aus demselben Werk
Peter Klöss und Jutta Wurm – aus dem Englischen: Secret Fire von C.J. Daugherty

Normalerweise teilen die im Team arbeitenden Übersetzer den Text kapitelweise untereinander auf – aber für den Hieronymus-Wettstreit nehmen sich beide dieselbe Passage aus ihrer aktuellen Arbeit vor. Wie individuell verschieden ist die jeweilige Arbeitsweise, wie unterschiedlich der Stil?

14.45 – 16.15 Uhr
Derselbe Text, einmal direkt und einmal über Umwege
Pauline Kurbasik und Sabine Müller – aus dem Englischen und Indonesischen: The Spinner of Darkness / Die Spinnerin der Dunkelheit von Intan Paramaditha

Im Rahmen des indonesischen Gastlandprogramms zur Frankfurter Buchmesse 2015 werden indonesische Texte über den Umweg bereits vorliegender englischer Übersetzungen ins Deutsche übertragen und vom indonesischen Verlag »btw books« dreisprachig veröffentlicht. Derlei »Umwege« über eine dritte, uns nähere Sprache kommen im deutschen Buchgeschäft übrigens häufiger vor, als man denkt – aber kann das gut gehen? Was geht bei dem Umweg über eine dritte Sprache verloren, wie viel vom Text und Stil des Originals lässt sich retten?

16.30 – 18 Uhr
Die Vermessung der Welt aus zwei Sprachen rück-übersetzt
Larissa Bender und Heike Reissig – Aus dem Arabischen und Englischen: Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann

Werke deutscher Schriftsteller werden erfreulich oft in andere, oft auch sehr fremde Sprachen übersetzt – aber kann ein Text diese Reise unbeschadet überstehen? Als Experiment wird eine Passage aus der arabischen bzw. englischen Fassung des Romans »Die Vermessung der Welt« von Daniel Kehlmann ins Deutsche rück-übersetzt. Wie viel von den deutschen Realia, die uns völlig natürlich erscheinen, lässt sich in andere Sprach- und Erfahrungsräume transferieren, wie viel geht notwendigerweise verloren?


Köln | 30. September 2015 | 19.30 Uhr
17.000 Inseln der Übersetzung

Die Indonesisch-Übersetzerin Sabine Müller im Gespräch mit Larissa Bender

Unter dem Motto »17.000 Inseln der Imagination« präsentiert der Ehrengast Indonesien seine literarischen Landschaften auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Sabine Müller, Übersetzerin des Romans »Pulang – Heimkehr nach Jakarta« von Leila S. Chudori, erzählt von ihrer Arbeit und gibt einen Einblick in die indonesische Literaturszene. Der Roman setzt sich mit der Regierungszeit des indonesischen Präsidenten Suharto, der sogenannten »Orde Baru« (Neue Ordnung) auseinander – von seiner Machtergreifung im September 1965 bis zu seinem Sturz 1998.

Sabine Müller ist Übersetzerin für Indonesisch und Englisch sowie Redakteurin und lebt in Köln. Sie studierte Ethnologie, Malaiologie und Soziologie an der Universität zu Köln und Indonesisch an der Gadjah Mada Universität in Yogyakarta. Der Schwerpunkt ihrer Übersetzungen liegt auf den Bereichen Prosa, Lyrik und Theaterstücke.
Larissa Bender ist studierte Islamwissenschaftlerin und arbeitet als Übersetzerin aus dem Arabischen, Journalistin mit Schwerpunkt Syrien und arabische Literatur sowie Dozentin für Arabisch. Zu ihren Übersetzungen zählen Werke u. a. von Dima Wannous, Fadhil al-Azzawi, Samar Yazbek.

In Zusammenarbeit mit der Lengfeld’schen Buchhandlung und dem Literaturhaus Köln
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Köln

Ort: Lengfeld’sche Buchhandlung, Kolpingplatz 1, 50667 Köln
Eintritt frei

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