Tübingen | 27. Juni 2010 | 11 Uhr
ÜBERSETZERMATINEE
Mit Christel Hildebrandt (Hamburg), Gabriele Leupold (Berlin), Katharina Wolf-Grießhaber (Münster)
Moderation: Dagmar Leupold (Universität Tübingen, Studio Literatur und Theater)
Ort: Hölderlinturm
Bursagasse 6
72070 Tübingen
(07071) 22040
Eintritt frei
Christel Hildebrandt ist literarische Übersetzerin aus den skandinavischen Sprachen und stellt in der Matinee den norwegischen Autor Lars Saabye Christensen vor.
Gabriele Leupold übersetzt aus dem Russischen und Polnischen und war im Herbst 2009 Translator in Residence an der Universität Tübingen. In der Matinee liest sie aus ihren Übersetzungen von Warlam Schalamow.
Katharina Wolf-Grießhaber übersetzt aus dem Bosnischen, Serbischen und Kroatischen und präsentiert ihre Übersetzung des Werkes "Enzyklopädie der Toten" von Danilo Kiš. Katharina Wolf-Grießhaber ist derzeit Translator in Residence am Slavischen Seminar.
Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung
Mehr zu den Akteuren und ihren Projekten:
Christel Hildebrandt (geb. 1952) studierte Germanistik und Soziologie und promovierte in deutscher Literaturwissenschaft. Sie übersetzt aus dem Norwegischen, Schwedischen und Dänischen und hat u. a. Autoren wie Gerd Brantenberg, Lars Saabye Christensen und Torill Thorstad Hanger auf Deutsch vorgelegt. Im Sommersemester 2010 hält sie an der Universität Tübingen mit Studierenden der Skandinavistik aus Tübingen, Freiburg, Zürich, Greifswald und Leipzig einen Workshop zum Thema "Literarisches Übersetzen aus dem Norwegischen - Björn Ingvaldsen" ab. In der Matinee wird sie aus Christensens Roman "Der Halbbruder" (Goldmann 2003, btb 2005) lesen.
Gabriele Leupold (geb. 1954) ist studierte Russistin und Germanistin. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Lomonosov-Universität in Moskau und einem Lehrauftrag für Deutsch als Fremdsprache an der Fukui-Universität in Japan hat sie vor allem als literarische Übersetzerin aus dem Russischen gearbeitet (u. a. Andrej Belyj, Vladimir Sorokin, Warlam Schalamow), seit Anfang der 90er Jahre veranstaltete sie zahlreiche Workshops für Übersetzer und Studierende. Daneben ist sie auch als Moderatorin, Autorin und Herausgeberin tätig. 2002 erhielt sie für ihre Neuübersetzung von Belyjs "Petersburg" den Celan-Preis. Sie ist Koautorin der Video-Dokumentation "Spurwechsel. Ein Film vom Übersetzen" (2003) und Mitherausgeberin des Bandes "In Ketten tanzen. Übersetzen als reproduktive Kunst" (Wallstein 2008). Im Wintersemester 2009 war sie Translator in Residence am Slavischen Seminar der Universität Tübingen und arbeitete mit den Studierenden an literarischen Übersetzungen. In der Matinee wird sie aus Texten Warlam Schalamows lesen, von dem im Berliner Verlag Matthes&Seitz seit 2007 mehrere Bände der Werkausgabe in Gabriele Leupolds Übersetzung erschienen sind.
Katharina Wolf-Grießhaber (geb. 1955) studierte Slavistik und Osteuropäischen Geschichte in Heidelberg und Bochum, promovierte danach in Bielefeld. Sie hat Publikationen zu Danilo Kiš, Ivo Andrić, Bora Ćosić und Vladimir Nabokov vorgelegt. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Slavenka Drakulić, Danilo Kiš, Bora Ćosić und Dževad Karahasan. Sie lebt und arbeitet als freie Übersetzerin in Münster. Im Sommersemester 2010 ist sie Translator in Residence am Slavischen Seminar der Universität Tübingen und hält Lehrveranstaltungen zum literarischen Übersetzen ab. In der Matinee liest sie aus der noch unveröffentlichten Übersetzung von Danilo Kiš, "Enzyklopädie der Toten".