Die Übersetzerin Karin Betz im Gespräch über Zhang Yuerans Roman
Das Kindermädchen Yu Ling arbeitet für eine chinesische Elitefamilie, die ein Leben in Luxus und scheinbar grenzenloser Macht führt. Sie kümmert sich seit vielen Jahren fürsorglich um den siebenjährigen Kuan Kuan. Yu kennt die Geheimnisse der Familie, doch ihre Arbeitgeber ahnen nicht, dass auch sie etwas verbirgt. In der Hoffnung, ein hohes Lösegeld für ihn einfordern zu können, plant sie, Kuan Kuan zu entführen. Doch im unberechenbaren politischen Umfeld Chinas nehmen die Dinge eine andere Wendung. „Zhang Yueran (…) hat mit ›Schwanentage‹ ein wirklich lesenswertes, böses Buch geschrieben.“ – Elke Heidenreich
Karin Betz liest aus ihrer deutschen Übersetzung von Zhang Yuerans Schwanentage und erläutert im Gespräch mit Lena Thölke die so poetische wie präzise Sprache des Romans, übersetzerische Entscheidungen und die Möglichkeiten und Grenzen gesellschaftskritischer Literatur in China.
Karin Betz übersetzt chinesische und englische Literatur, ist Kulturvermittlerin, Herausgeberin, Moderatorin und DJ. Übersetzt hat sie u.a. Cixin Liu, Mo Yan, Jin Yong, Liao Yiwu, Can Xue und Zhang Yueran. 2024 wurde sie mit dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
Lena Thölke ist Sinologin, Projektleiterin und stellvertretende Geschäftsführerin am Konfuzius-Institut Leipzig e. V. Sie leitet das Chinesische Filmfestival CHAI. Leipzig und wirkte als Lektorin und Übersetzerin an der Neuauflage von „Chinesisch für Dummies“ (Wiley-VCH Verlag) mit.
Eine Veranstaltung im Rahmen von „Leipzig liest 2026“, in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Leipzig, der Weltlesebühne e.V. und dem Ecco-Verlag.
Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e.V.
Konfuzius-Institut Leipzig
Otto-Schill-Str. 1
04109 Leipzig
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