Rebekka Zeinzinger (Foto: Lisa Stolzlechner), Selma Asotic (Foto: Jose de O), Marie Alpermann (Foto: privat)
Die bosnische Poetin Selma Asotić im Gespräch mit ihren Übersetzerinnen Marie Alpermann und Rebekka Zeinzinger
Selma Asotićs Lyrik ist vielschichtig, bilderreich und prägnant. Die in Sarajevo geborene und in den USA lebende Poetin thematisiert in ihrem Debüt „Reci vatra“/“Sag Feuer“ Heimat und Fremdsein, Liebe und lesbisches Begehren sowie Krieg als generationenübergreifende Erfahrung. Die deutsche Übersetzung der Gedichte, 2025 in einem zweisprachigen Band der edition suhrkamp erschienen, wurde von Marie Alpermann und Rebekka Zeinzinger verfasst. Im Gespräch mit ihrer Autorin berichten die beiden erstmals über ihre gemeinsame Arbeit an der Vermittlung und Übersetzung des Bandes und denken über die vielfältige Kunst der Lyrikübersetzung nach.
Marie Alpermann hat Slawistik und Literaturwissenschaft in Halle studiert, wo sie auch lebt. Seit 2019 übersetzt sie zeitgenössische Literatur des jugoslawischen Raums ins Deutsche, unter anderem Lejla Kalamujić, Senka Marić, Dragoslava Barzut, Biljana Jovanović und Dubravka Ugrešić. Für ihre Übersetzung von Jasminka Petrovićs „Der Sommer, als ich fliegen lernte“ war sie 2024 für den Sonderpreis Neue Talente des Deutschen Jugendliteraturpreises nominiert.
Rebekka Zeinzinger, geboren 1992, studierte Germanistik, Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft. Sie lebt als Übersetzerin und Vermittlerin von Literatur aus dem Bosnischen, Kroatischen und Serbischen in Wien. Für ihre Übersetzung von Milica Vučkovićs „Der tödliche Ausgang von Sportverletzungen“ erhielt sie den Alexander Sacher Masoch Preis 2025.
Selma Asotić, geboren 1992 in Sarajevo, ist Lyrikerin und als Übersetzerin und Dolmetscherin tätig. Ihr erster Gedichtband „Reci vatra” (2022) wurde mit dem Stjepan-Gulin-Preis und dem Štefica-Cvek-Preis ausgezeichnet und erschien 2025 unter dem Titel „Sag Feuer” bei edition suhrkamp, in der Übersetzung von Rebekka Zeinzinger und Marie Alpermann. Im Mai und Juni 2026 ist sie Stipendiatin des Friederike Mayröcker Poets in Residence Programms in Wien.
Željana Tunić ist seit 2022 Juniorprofessorin für Slavische Kulturwissenschaft an der MLU Halle-Wittenberg. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der gesellschaftlichen Aufarbeitung von Kriegs- und Gewalterfahrungen sowie der radikalen Erosion gesellschaftlicher Netzwerke in slawischsprachigen Ländern.
Eine Veranstaltung von Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit der Südosteuropa-Gesellschaft Halle/Saale, TRADUKI und dem Seminar für Slavistik der MLU Halle-Wittenberg. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
Buchhandlung heiter bis wolkig
Gütchenstraße 15
06108 Halle/Saale
ermäßigt 7, regulär 15, Soli 22 Euro