Weltlesebühne e.V.

Anne Thomas (Foto: privat), Marie Alpermann (Foto: privat), Friederike Hofert (Foto: Anja Grothe), Maria Meinel (Foto: Nicole Müller)

The Translator is Present – So übersetzen WIR

Eine Veranstaltungsreihe vom 19. September bis 5. Oktober 2025 im hr.fleischer-Kiosk mit Marie Alpermann, Friederike Hofert, Maria Meinel und Anne Thomas

Vom 19. September bis 5. Oktober 2025 verwandelt sich der hr.fleischer-Kiosk am halleschen Reileck in das Büro der Übersetzerinnen Marie Alpermann, Friederike Hofert, Maria Meinel und Anne Thomas. Bei der Lesung zum Hieronymustag ist außerdem Lektorin Anne Grunwald zu Gast.

Unsere Veranstaltungen:

Vernissage: 19. 9. 2025 um 19 Uhr am Kiosk

Lesungen mit musikalischer Begleitung durch Dorothee Leipoldt

Work-Ins:
19. 9., 22. 9., 25. 9. und 2. 10. 2025 im Kiosk

Übersetzungsworkshop mit einer 7. Klasse der Sekundarschule „Johann Christian Reil“

26.9. ab 13 Uhr in der Schule (Ernst-Schneller-Str. 1, 06114 Halle) und am Kiosk

Live-Sendung mit Radio Corax
28. 9. 2025 im Kiosk

Doppellesung am 30. 9. 2025 in der Waisenhausbuchhandlung

19:00 Uhr
Schrauben, Schleifen, Stolperfallen – Lektorat und Übersetzung für engagierte Kleinverlage
20:30 Uhr
Von bitteren Sonnen berichten – Rassismuserfahrungen in der Literatur

Finissage: 4. 10. 2025 am Kiosk
19 Uhr Lesung und Konzert der Banda Stracciatella

Vom 19. September bis 5. Oktober zeigen wir als Übersetzerinnen in Halle Präsenz – mit einer Ausstellung im hr.fleischer-Kiosk am Reileck mit Work-Ins, Lesungen, Musik und einer Live-Sendung von Radio Corax, bei einem Übersetzungsworkshop an der Sekundarschule „Johann Christina Reil“ und bei einer Lesung mit anschließendem Gespräch in der Waisenhausbuchhandlung.
Marie Alpermann und Friederike Hofert beschäftigen sich anhand ihrer Übersetzungen „Was Hortensia nicht mehr erzählen konnte“ von Dulce Chacón (Roman) und „Europa in Sepia“ von Dubravka Ugrešić (Essays) mit Möglichkeiten und Grenzen diskriminierungssensibler Sprache. Bei der Abschlusslesung werden sie mit der Lektorin Anne Grunwald über die kreativen Kräfte sprechen, die beim gemeinsamen Feilen an einem Text freigesetzt werden, und darüber, warum Übersetzen Handarbeit bleiben muss. Bei Maria Meinel und Anne Thomas geht es um Entwurzelung, Gewalt, Rassismus und um die nötige Empathie beim Übersetzen. Sie werden aus ihren Übersetzungen „Berichtenswert“ von Deborah D.E.E.P. Mouton (Gedichte) und „Bittere Sonne“ von Lilia Hassaine (Roman) lesen und den Stimmungen nachspüren. Kommen Sie vorbei und mit uns ins Gespräch!

Marie Alpermann übersetzt seit 2019 freiberuflich vor allem Prosa und Lyrik zeitgenössischer Autorinnen aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, wie etwa Lejla Kalamujić, Biljana Jovanović, Antonela Marušić oder zuletzt Tanja Stupar Trifunović. Für die Übersetzung des Romans „Der Sommer, als ich fliegen lernte“ von Jasminka Petrović war sie 2024 für den „Sonderpreis Neue Talente“ des Deutschen Jugendliteraturpreises nominiert.

Anne Grunwald
hat Gender Studies und Slawistik studiert und ist seit 2018 freiberufliche Lektorin und Texterin. Sie lektoriert vor allem Sachtexte (Schwerpunkte Antidiskriminierung, Gewaltschutz, Vielfalt) und literarische Übersetzungen aus dem Bosnischen/Kroatischen/Serbischen, Spanischen und Englischen.

Friederike Hofert hat in Saarbrücken, Cali und Düsseldorf Literaturwissenschaften und literarisches Übersetzen studiert und zum Zusammenhang von Macht und Translation geforscht. Sie übersetzt aus dem Englischen und Spanischen, bisher u.a. Tina Makereti, Jessamine Chan und Dulce Chacón. Ihre Übersetzung „Was Hortensia nicht mehr erzählen konnte“ von Dulce Chacón ist für den BücherFrauen-Literaturpreis 2025 nominiert.

Maria Meinel ist seit 1998 freie Autorin und Literaturübersetzerin von Prosa, Lyrik, Sachbüchern und Essays aus dem Englischen, Spanischen und Katalanischen, u.a. Yanara Friedland, Irina Mashinski, Maddie Mortimer, Deborah D.E.E.P. Mouton, Yara Rodrigues Fowler und Irene Vallejo. In ihren eigenen Texten befasst sie sich mit Literatur und Kunst, zuletzt in „Semjon Prosjak. Fotografien“ (Mitteldeutscher Verlag 2022). Darüber hinaus lehrt sie Literatur und Übersetzung in Workshops und Seminaren und im Rahmen des Projekts „Echt absolut“. Für ihr übersetzerisches Werk erhielt sie zahlreiche Stipendien, u.a. das Barthold-Heinrich-Brockes-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds.

Anne Thomas lebt und arbeitet als freie Übersetzerin in Paris und ist regelmäßig zu Arbeitsaufenthalten in Berlin und London. Sie übersetzte u.a. Tiffany Tavernier, Colin Niel und Lilia Hassaien aus dem Französischen ins Deutsche. Als Ausgleich zur Schreibtischarbeit dolmetscht sie bei Lesungen und gibt Übersetzungsworkshops in Schulen. Ihre Übersetzung „Wolfshügel“ (Le démon de la colline aux loups) von Dimitri Rouchon-Borie stand 2024 auf der Shortlist für den Prix Premiere des Institut Français Tübingen.

Eine Veranstaltungsreihe der Weltlesebühne in Zusammenarbeit mit hr.fleischer e.V., Kunst- und Projektraum Kiosk am Reileck (Aktuelle Infos und Eindrücke auf: https://www.herrfleischer.de/), Buchhandlung des Waisenhauses und Johann-Christian-Reil-Schule. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds, Friedrich-Bödecker-Kreis, Lundstiftung und Dornrosa e.V.

Halle
19. September 2025 | 19:00 Uhr
Veranstaltungsort

hr.fleischer-Kiosk
Händelstraße 1a, 06114 Halle (Saale)

Sekundarschule „Johann Christian Reil“, Ernst-Schneller-Str. 1, 06114 Halle

Buchhandlung des Waisenhauses, Franckepl. 5, 06110 Halle (Saale)

Eintritt

frei