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Weltlesebhne

Leipzig | 28. September 2018 | 19.30 – 21 Uhr
Baldwins Blues übersetzen
Lesung und Gespräch mit Miriam Mandelkow zu ihrer Neuübersetzung der Romane "Von dieser Welt", "Beale Street Blues" und der Essays aus "The Fire Next Time" von James Baldwin
Moderation: Maria Hummitzsch
Ort: Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Eintritt frei

"Ich verstehe nichts von Musik, aber ich schreibe Blues", erklärte James Baldwin Mitte der Sechzigerjahre. Der Blues gab Baldwin nach langem Ringen um den richtigen Ton eine Sprache für Harlem und den amerikanischen Süden. Einer der bedeutendsten Schriftsteller Amerikas und eine wichtige Stimme der Bürgerrechtsbewegung wird nun wiederentdeckt und von dtv mit Neuübersetzungen auch einem deutschen Lesepublikum zugänglich gemacht. Wie das klingt, welche Rolle die Musik spielt, ob und wie sich Erfahrungen übersetzen lassen, für deren Ausdruck der Autor die Sprache der Weißen unzureichend fand, darüber unterhalten sich Maria Hummitzsch und die Baldwin-Übersetzerin Miriam Mandelkow. In Lesung und Gespräch stellen sie die Romane Von dieser Welt und Beale Street Blues vor und werfen einen Blick voraus auf Baldwins bahnbrechenden Essay "The Fire Next Time".

In Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Haus des Buches e. V. – Literaturhaus Leipzig. Mit freundlicher Unterstützung des dtv Verlags

Leipzig | 28. September 2018 | 17.30 – 19 Uhr
Bunt Gemischt - Die große Übersetzerlesung der Leipziger
Mit Reinhild Böhnke, Marie-T. Cermann, Juliane Lochner, Franka Reinhart und Markus Sahr
Moderation: Gunter Böhnke
Ort: Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Eintritt frei

Fünf Leipziger Literaturübersetzer lesen aus ihren aktuellen Projekten und beantworten Publikumsfragen über ihre Arbeit.

In Zusammenarbeit mit der Fähre – Sächsischem Verein zur Förderung literarischer Übersetzung e. V. und dem Kuratorium Haus des Buches e. V. – Literaturhaus Leipzig.

Leipzig | 17. März 2018 | 13 Uhr
Dialog in vermintem Gelände: Übersetzer und Politik
Mit Larissa Bender und Dorota Stroińska
Moderation: Volker Weichsel
Ort: Leipziger Buchmesse, Forum International und Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505

Literaturübersetzer gelten als Spezialisten für Völkerverständigung, aber haben sie auch eine politische Stimme? Wo beginnt, wo endet ihre Verantwortung? Larissa Bender, Dorota Stroińska und Volker Weichsel diskutieren über den Umgang mit diktatorischen Regimen und ideologisierter Kulturpolitik, über nützliche und schädliche Kompromisse, die Pflicht zur Wahrheit in postfaktischen Zeiten und die Schleichwege und Grenzen der Verständigung.

Larissa Bender studierte Islamwissenschaft, Ethnologie, Kunstgeschichte und Soziologie in Köln und Berlin und verbrachte mehrere Jahre zum Arabischstudium in Syrien. Sie arbeitet als Übersetzerin arabischer Literatur, als Arabischdozentin und als Journalistin. Außerdem hat sie zwei Anthologien über Politik und Kultur in Syrien herausgegeben. Darüber hinaus moderiert sie Veranstaltungen mit AutorInnen, erstellt Gutachten zu arabischer Literatur und berät Verlage und Kulturveranstalter.

Dorota Stroińska studierte Germanistik und Slawistik in Poznań, Berlin und New York, forschte zu Theorie und Praxis der literarischen Übersetzung im Karl Dedecius Archiv. Seit 1994 übersetzt sie deutschsprachige Literatur ins Polnische (u.a. Lutz Seiler, Christian Kracht, Karl Jaspers, Rüdiger Safranski), und auch polnische Literatur ins Deutsche (u.a. Kindersachbücher, Wojciech Kuczok). 1998 erhielt sie den Übersetzerpreis des polnischen Übersetzerverbandes. Sie ist Leiterin der Deutsch-Polnischen Übersetzerwerkstatt ViceVersa, Gründerin und Koordinatorin des Übersetzer-„sztamtysz“ in Berlin. Gemeinsam mit dem Literarischen Colloquium Berlin, der Weltlesebühne und dem Goethe-Institut u.a. konzipiert, organisiert und moderiert sie Literaturveranstaltungen für erwachsene und junge Leser.

Volker Weichsel studierte Politikwissenschaft und Slavisitk, er ist Redakteur der Zeitschrift OSTEUROPA und übersetzt aus dem Russischen (u.a. Artur Klinau, Michail Ryklin)