Weltlesebühne e.V.
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Macht – Sprache – Politik. Arabische Staaten, China, Iran, Lateinamerika.

Sprachpolitik, Machtstrukturen und politische Entscheidungen beim Übersetzen, Verlegen und in der Rezeption von Literatur aus Ländern mit autokratischen Strukturen

Moderation: Karin Betz

Ist Übersetzen politisch? Die Lesererwartungen an Literatur aus Ländern, die als peripher wahrgenommen werden, obwohl sie das weder sprachlich noch geographisch sind, sind häufig von klischeehaften Exotismen geprägt, die im Grunde eine Fortschreibung des kolonialistischen Blicks sind. Wie kann Übersetzung dem entgegenwirken?
Und wie positionieren sich Übersetzer im Spannungsfeld von Literaturen, die in ihren Heimatländern der (Selbst-) Zensur unterliegen und dem Wunsch, dass die literarische Produktion der von ihnen übersetzten Autoren und Autorinnen nicht immerzu an politischen Maßstäben gemessen werde? Belasten politische Verhältnisse das Verhältnis zwischen Übersetzern und ihren Autoren? Sollte man nur noch Exilautoren übersetzen?
Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich unser Podium mit drei Übersetzerinnen und einem Übersetzer, die eine große Bandbreite an übersetzen Sprachen mitbringen.

Mit:
Larissa Bender, Übersetzerin aus dem Arabischen, Dozentin und Journalistin
Jutta Himmelreich, Übersetzerin und Dolmetscherin aus dem Französischen, Englischen, Farsi und Spanischen
Michael Kegler, Übersetzer aus dem Portugiesischen, Herausgeber und Literaturkritiker
Karin Betz, Übersetzerin aus dem Chinesischen und Englischen, Dozentin und Literaturkritikerin

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V., in Kooperation mit dem Übersetzungszentrum des VdÜ e.V., gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e.V.

Frankfurt am Main
20. Oktober 2023 | 13:00 Uhr
Veranstaltungsort

Buchmesse Frankfurt
Übersetzungszentrum, Halle 4.1, F81

Eintritt

frei (zzgl. Buchmesseeintritt)